Ginseng - Panax Ginseng

Schema: Pflanze Panax Ginseng
Panax Ginseng ist eine Pflanze die in Nordkorea, China und Sibirien heimisch ist. Mittlerweile wird sie aber auch in Deutschland angebaut. Medizinisch verwendet wird ein Extrakt der Wurzel, in China kommen auch Tees und Suppen und andere Lebensmittel zum Einsatz. Es gibt neben Panax Ginseng auch andere Ginseng Arten wie den Sibirischen Ginseng oder den Amerikanischen Ginseng welche sich von den Inhaltsstoffen deutlich unterscheiden.

Lange volksmedizinische Geschichte

Traditionell wird Ginseng in China seit mindestens zweitausend Jahren eingesetzt. Aufgrund der Rarität war zu dieser Zeit Ginseng wertvoller als Gold. Ginseng wird eine psychisch stärkende, stressreduzierende (= adaptogene) Wirkung nachgesagt. Auch auf die Libido, Potenz und kognitive Leistungsfähigkeit soll sich Ginseng positiv auswirken. Generell wird Ginseng in der Traditionellen Chinesische Medizin eher als Beruhigungsmittel eingesetzt, im Westen soll es eher als Aufputschmittel dienen. In Amerika ist Ginseng heute eines der meist eingenommen Nahrungsergänzungsmittel überhaupt.

Als Arzneidroge wird die Ginsengwurzel verwendet, deren Morphologie an einen Menschenkörper erinnert. Dies ist auch Grund für viele Mythen.

Wirksubstanzen und derzeitiger Standpunkt

Für die Wirkung verantwortlich gemacht werden die Ginsenoside auch genannt Panaxoside (Triterpen-Saponine vom Dammaran Typ), welche ausschließlich in Panax Ginseng vorkommen. Wie diese allerdings wirken ist immernoch weitgehend unbekannt. Studien weißen darauf hin dass sie die Durchblutung verbessern.

Es gibt zahlreiche Studien zu Ginseng die sehr unterschiedlich ausfallen. So gibt titeln manche Studien: "Ginseng so wirksam wie Viagra","Nachgewiesene physische Leistungssteigerung" und "Ginseng wirkt antidepressiv". Andere aber zum Beispiel:"keine signifikanten Unterschiede zu Placebo".

Grundsätzlich kann man zwar immer zwischen guten und schlechten Studien unterscheiden, allerdings kommt bei Pflanzenextrakten das Problem hinzu dass diese in ihrer Wirkstoffzusammensetzung extrem variieren. So macht unter anderem auch das Alter der verwendeten Ginsengwurzel einen großen Unterschied in der Inhaltsstoffzusammensetzung.

Die Kommission E kommt zum Schluss dass Ginseng als Tonikum zur Stärkung und Kräftigung bei Müdigkeits- und Schwächegefühl, bei nachlassender Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie in der Rekonvaleszenz empfohlen werden kann.

Nebenwirkungen und Kontraindikatione von Ginseng:
  • Schwangere und stillende Mütter sollten auf Ginsengpräparate verzichten.
  • Aufgrund einer möglichen Hormonartigen Wirkung (Phytoöstrogene) sollte die Einnahmedauer auf 3 Monate beschränkt werden.
  • Ginseng kann Schlafstörungen auslösen
  • Ginseng kann bei Depressiven Leuten die mit Antidepressiva behandelt werden eine Manie auslösen.
  • Ginseng kann mit manchen Medikamenten wechselwirken, im Fall einer zusätzlichen Medikation sollte eine Einnahme von Ginseng unbedingt mit dem Arzt oder Apotheker abgesprochen werden.