Kava Kava - Piper methysticum

Kawa-Pfeffer mit den
typischen herzförmigen
Blättern für Pfeffergewächse.
Der Kava-Pfeffer, auch genannt Rauschpfeffer ist ein Strauch der von Inseln im Südpazifik stammt, vermutlich den Fidschi Inseln. Kava-Pyrone, welche die Wirkstoffe von Kava Kava darstellen. Kava Kava ist das Rhizom des Rauschpfeffers und enthaltet die wichtigen


Extrakte von Kava Kava beziehungsweise die Kava-Pyrone selbst haben potente anxiolytische, sedierende und spasmolytische Eigenschaften. Die Wirkung ist ähnlich den Benzodiazepinen. Auch der Wirkmechanismus scheint sich zu überlappen, so modulieren auch Kava-Pyrone den GABA-A Rezeptor, zusätzlich werden aber auch noch die NMDA Rezeptoren(Wirkmechanismus von Ketamin) und spannungsabhängigen Ca-Kanäle(Wirkmechanismus von Pregabelin) moduliert. Diskutiert wird auch noch eine Wiederaufnhame-Hemmung von Noradrenalin(Wirkmechanismus von SSRI).

Einige Zeit galten Kava Präparate als gute natürliche Alternative zu synthetischen Anxiolytika und Tranquilizern wie Benzodiazepinen, mit dem Vorteil kein Abhängigkeits und Missbrauchspotenzial zu haben.

2002 wurden aber sämtliche Präparate vom Markt genommen da es durch Kava Präparate zu ca. 40 Fälllen von Leberintoxikationen kam, mit drei Todesfällen. Heute sieht man allerdings keine Hinweise darauf dass Kava Kava selbst diese Leberintoxikationen verursacht hat, sondern glaubt dass vermutlich Verunreinigungen wie Schimmelpilzgifte (zum Beispiel Aflatoxin von Aspergillus Flavus) dafür verantwortlich waren.

Es gibt in Deutschland zwar noch keine neuen Präparate auf dem Markt allerdings wurde das Verbot kürzlich aufgehoben, Hersteller müssen aber erst eine Qualitätsgarantie für ihre geplanten Präparate vorlegen. Außerdem gab die Kommission E folgende Empfehlungen zu Kava Präparaten:

  • ärztliche Verschreibungspflicht und strenge Indikationsstellung
  • maximale Dosis von 120mg Kava-Pyronen (früher auch 200mg üblich)
  • Therapiedauer von nur einem Monat
  • Kontrolle der Leberwerte
  • Vermeidung von Begleitmedikationen mit hepatotoxischen Potential