Baldrian - Valeriana Officinalis

Der Baldrian ist ein in Europa und Asien wachsendes Kraut. Als Drogen werden das Rhizom, die Wurzeln und die Ausläufer verwendet. Baldrian gilt als mildes Sedativum und Spasmolytikum. Zubereitet wird Baldrian als Tee, Tinktur, Hoffmannstropfen oder Extrakten.

Also Sedativum kommt Baldrian bei folgenden Indikationen zum Einsatz:
  • Schlafstörungen
  • geistiger Überarbeitung
  • nervöser Erschöpfung
  • Unruhe
  • Angst 
  • Wetterfühligkeit
Wirksubstanzen und Wirkung
Die Gesamtwirkung resultiert aus mehreren Inhaltsstoffen. Für die Iridoid-Inhaltsstoffe konnten in Tierstudien bis jetzt folgende Wirkungen gezeigt werden:
  • Valerensäure: Spasmolytisch, beruhigend und antidepressiv. (GABA-A Agonist und Serotonin Wiederaufnahmehemmer)
  • Valepotriat-Diene (z.B Valtrat): Antidepressiv (aber in Präparaten nicht enthalten da zytotoxisch)
  • Valepotriat-Monoene (z.B Didrovaltrat): Beruhigend (aber in Präparaten nicht enthalten da zytotoxisch)
  • Weiters wird vermutet dass Lignane und ätherische Öle (über 150 verschieden Substanzen) bei der Wirkung eine Rolle spielen könnten.
  • Keine Rolle bezüglich der Wirkung spielen die in Baldrian enthaltenen Alkaloide.
Toxische Valepotriate

Die oben genannten im Baldrian enthaltenen Valepotriate habe eine cytotoxische Wirkung, deshalb sollten heute nur mehr Valepotriat-freie Präparate am Markt sein. Besonders Präparate die indischen oder mexikanischen Baldrian enthalten sollten aufgrund des höheren Valepotriat-Gehalts (bis zu 6 mal so hoch) nicht eingenommen werden. Hauptwirksubstanz ist ohnehin die Valerensäure die in allen Präparaten enthalten ist.

Valepotriat-freie Präparate haben keine Nebenwirkungen, allerdings kann Baldrian trotz seiner Milde süchtig machen.